Benefits für dein Team
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In diesem Artikel wollen wir Dir u.a. erklären, was Mitarbeiter-Fluktuation überhaupt bedeutet, welche Arten und Gründe es gibt und Dir konkrete Maßnahmen zeigen, wie Du eine zu hohe Fluktuation schnell wieder in den Griff bekommst.
Unter Mitarbeiterfluktuation versteht man die statistische Messung von Personalabgängen in einem Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sie umfasst natürliche Abgänge (Rente), interne Wechsel sowie Eigen- und Fremdkündigungen.
Wie Du bestimmt schon erkannt hast, ist es wichtig, besonders die unternehmensexterne Fluktuation zu beobachten, zu analysieren und durch gezielte Maßnahmen auf einem dauerhaft niedrigen Niveau zu halten. Sie ist nämlich ein guter Indikator dafür, wie zufrieden und motiviert die Mitarbeiter:innen in Deinem Unternehmen sind! Deine Mitarbeiter:innen sollen schließlich nicht so im Büro sitzen:

Jetzt stellt sich aber die Frage: Wann ist Fluktuation nicht mehr gesund? Um einen Überblick über die Fluktuation in Deinem Unternehmen zu behalten, kann die Fluktuationsrate herangezogen werden. Diese berechnet sich wie folgt:
Fluktuationsrate = Durchschnittlicher Personalbestand / Anzahl der Abgänge × 100
Vergleiche Deine Rate direkt mit dem Branchendurchschnitt.
Um die Mitarbeiter-Fluktuation in Deinem Unternehmen realistisch einzuordnen, ist ein Vergleich mit dem Branchendurchschnitt unerlässlich. Die Bundesagentur für Arbeit erhebt hierfür regelmäßig die Fluktuationsrate, indem sie die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ins Verhältnis zu den Jobwechseln setzt. Während die gesamtwirtschaftliche Fluktuationsrate in Deutschland meist stabil um die 30 % schwankt, zeigen Daten von Destatis, dass insbesondere im Dienstleistungssektor und in der Pflege die Dynamik aufgrund der hohen Arbeitsbelastung deutlich über dem Durchschnitt liegt.
Die kurze Antwort: Eine Fluktuationsrate zwischen 8 % und 12 % gilt in Deutschland über fast alle Branchen hinweg als gesund und „normal“.
Man spricht hier auch von einer „natürlichen Erneuerungsquote“. Ein Wert von 0 % wäre paradoxerweise oft sogar ein Warnsignal für Stagnation.
Hier ist die detaillierte Einordnung, damit du deine Zahlen bewerten kannst:
| Branche | Fluktuationsrate (ca.) | Charakteristik |
|---|---|---|
| Gastgewerbe (Gastronomie/Hotellerie) | 35 % – 45 % | Sehr hoch (Saisonalität, viele Aushilfen) |
| Transport, Logistik & Verkehr | 25 % – 30 % | Hoch (starker Wettbewerb, Fachkräftemangel) |
| Baugewerbe | 20 % – 25 % | Moderat bis hoch (witterungsbedingt) |
| Gesundheits- & Sozialwesen (Pflege) | 18 % – 22 % | Steigend (hohe Arbeitsbelastung) |
| Handel (Einzelhandel) | 15 % – 20 % | Moderat |
| Information & Kommunikation (IT) | 12 % – 18 % | Moderat (hohes Headhunting-Risiko) |
| Verarbeitendes Gewerbe (Industrie) | 8 % – 12 % | Niedrig (hohe Bindung, Tarifverträge) |
| Finanz- & Versicherungsdienstleister | 7 % – 10 % | Niedrig |
| Öffentlicher Dienst | 3 % – 5 % | Sehr niedrig (hohe Jobsicherheit) |
Datenquelle: Darstellung basierend auf den Strukturdaten der Bundesagentur für Arbeit (Statistik der Fluktuation) sowie ergänzenden Berichten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zum Branchenvergleich 2023/2024.
Emotionen beeinflussen das menschliche Handeln mehr als alles andere. Deswegen ist im Kontext der Mitarbeiter-Fluktuation und Mitarbeiterbindung enorm wichtig, wie sich Mitarbeiter:innen in ihrem Job fühlen.
Vivien Herbsleb, Head of People & Culture bei pxtra

Natürlich kannst Du als Arbeitgeber:in nicht allen Gründen immer perfekt vorbeugen. Auf einige Gründe hast Du schlichtweg keinen Einfluss. Jedoch gibt es besonders bei den emotionalen Gründen einiges, was Du tun kannst, um eine zu hohe Mitarbeiter-Fluktuation zu verhindern. Du fragst Dich, was das ist? Dann schau doch einfach mal in unsere Artikel zu New Leadership, Mitarbeitermotivation und Mitarbeiter-Benefits rein! 🙂
Mitarbeiter-Fluktuation verursacht Kosten. Kosten, die Dein Unternehmen sich sparen kann, wenn auf die richtigen Maßnahmen gesetzt wird, um die Fluktuation zu kontrollieren. An welchen Stellen des Fluktuationsprozesses Kosten für Dein Unternehmen entstehen und wie hoch diese ausfallen können, erfährst Du in diesem Abschnitt. Die hier angegebenen Kosten pro Kündigung basieren auf einer Studie von Günther Wolf, einem angesehenen Experten im Bereich Personalmanagement aus dem Jahr 2017.
Besonders wichtig sind in dieser Phase die Abschlussgespräche oder auch sogenannte Exit-Interviews. Sie sind dazu da, zu verstehen, wieso der Mitarbeitende das Unternehmen überhaupt verlässt. Im Anschluss daran können dann gegebenenfalls wertvolle Schlüsse aus den Aussagen der Mitarbeitenden gezogen werden. Auf diesem Wege kannst Du selber dazulernen ( New Leadership 😉 ) und vielleicht verhindern, dass mehr Mitarbeiter:innen Dein Unternehmen aus den gleichen Gründen verlassen. Die Kosten, die hierfür entstehen, sind die Indirekten Kosten der Fluktuation. Dazu zählen z.B. auch die Kosten für die Erstellung eines Arbeitszeugnisses, einer Umplanung aufgrund des Wegfalls eines Mitarbeitenden oder auch eventuell zu leistende Überstunden der verbliebenen Mitarbeiter:innen. Auch hier können pro Kündigung also wieder Kosten in Höhe von 2.120 € entstehen. Autsch!
Die Fluktuation ist nun zwar abgeschlossen, aber die Kosten bleiben. Es fallen ebenfalls Kosten schon für die Zeit an, in der ein Mitarbeitender schon gekündigt, aber das Unternehmen noch nicht verlassen hat. In den meisten Fällen nimmt dann die Produktivität von Mitarbeiter:innen deutlich ab. Das kann daran liegen, dass sie sich schon nach neuen Jobs während der Arbeitszeit erkundigen oder eine “Nach mir die Sinnflut”-Einstellung haben. Projekte und Aufgaben bleiben auf der Strecke, das Betriebsklima ändert sich und vielleicht werden weitere Mitarbeiter:innen beeinflusst. Wenn der austretende Mitarbeitende dann auch noch zu einem direkten Wettbewerber wechselt, ist das Chaos perfekt. Insgesamt können in dem Zusammenhang Kosten in Höhe von bis zu 16.800 € entstehen.
Stellst Du eine/n neue/n Mitarbeiter:in ein, heißt das natürlich nicht, dass diese/r nicht auch wieder das Unternehmen verlässt. Schließlich kann keiner im Vorhinein wissen, wie die Zusammenarbeit auf lange Sicht funktioniert und ob die gesetzten Ziele erreicht und Erwartungen erfüllt werden. Verlässt ein neuer Mitarbeitende Dein Unternehmen also nach kurzer Zeit wieder, war die ganze Vorarbeit für die Katz und es können zusätzliche Kosten in Höhe von 7.200 € entstehen.
Wie Du siehst, ist die Fluktuation ein echter Geldfresser. Insgesamt können pro Kündigung also Kosten in Höhe von ca. 43.000 € entstehen. Natürlich sind die Kosten jedoch auch abhängig von der Stelle und der Branche. Das Geld, was in die Fluktuationskosten fließt, kann Dein Unternehmen an anderer Stelle aber sicherlich viel besser gebrauchen. Deswegen ist es wichtig, einer zu hohen Fluktuation rechtzeitig entgegenzuwirken.
Fluktuation ist ein massiver Geldfresser. Laut der Studie von Günther Wolf (2017) belaufen sich die Kosten pro Kündigung im Durchschnitt auf etwa 43.000 €. Diese Kosten setzen sich aus direkten Ausgaben und indirekten Produktivitätsverlusten zusammen.
| Phase des Austritts | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Austritt & Offboarding (Admin, Zeugnis, Exit-Gespräch) | 4.260 € |
| Recruiting (Anzeigen, Auswahl, Administration) | 10.705 € |
| Onboarding (Einarbeitung, Training) | 4.100 € |
| Opportunitätskosten (Produktivitätsverlust, Vakanz) | 16.800 € |
| Risiko Fehleinstellung (Zusatzkosten bei erneutem Wechsel) | 7.200 € |
| Gesamtkosten pro Kündigung | ca. 43.065 € |
Fazit: Investitionen in die Mitarbeiterbindung sind wirtschaftlich immer sinnvoller als die Kosten einer hohen Fluktuation.
Fluktuation kann auch gleichbedeutend mit einer Art frischem Anstrich sein. Mitunter kann es vorkommen, dass sich alteingesessene Mitarbeiter:innen “festfahren” und sich in alten Denkmustern verlieren. Auf die Frage: “Wieso machen wir das so?” wird dann eventuell einfach mit “Weil wir das schon immer so gemacht haben” geantwortet. Kommen aber vereinzelt neue Mitarbeiter:innen ins Unternehmen, kann das neue Denkweisen anstoßen und für neue Impulse sorgen. Es entsteht eine Art Synergie aus langjähriger Erfahrung und Expertise im Unternehmen und aus frischen Gedanken und neuen Lösungsansätzen. Eine gesunde Fluktuation von Mitarbeiter:innen ist also durchaus förderlich für die Kreativität und die Zukunftsfähigkeit Deines Unternehmens.

In unserem Artikel zu “New Leadership” haben wir’s schon einmal gesagt: Mitarbeiter:innen verlassen nicht das Unternehmen, sondern ihre Führungskräfte. An diesem Satz ist einiges dran! Deswegen schauen wir im Folgenden auf die Maßnahmen, die du als Führungskraft selbst an den Start bringen kannst, um dafür zu sorgen, dass Dir Deine tollen Mitarbeiter:innen lange erhalten bleiben!
Eine niedrige Fluktuation fällt nicht vom Himmel – sie ist das Ergebnis gezielter Mitarbeiterbindung. Wer heute Talente halten will, muss auf Mitarbeiterzentriertheit setzen: Das Spektrum reicht von individuellen Benefits und Home-Office-Modellen bis hin zu einem modernen Führungsstil („New Leadership“), der Coaching und Empowerment in den Fokus rückt. Auch klare Entwicklungsperspektiven sind essenziell, damit Stillstand erst gar nicht zum Kündigungsgrund wird.
Möchtest Du tiefer in die Umsetzung eintauchen? Hier findest Du weiterführende Strategien und Praxistipps:
Nicht immer läuft alles perfekt und nicht immer kann man es jedem zu jeder Zeit recht machen. Mit regelmäßigen Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit kann man allerdings die richtige Richtung erkennen: Welches positive Feedback gibt es? Was sollte anders gemacht werden? Mit diesen Daten lassen sich gezielte Maßnahmen einleiten. Unlocking Datas - communication is the key!
Mark Bosold, CEO von pxtra

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Möchtest du mehr darüber erfahren, wie du besser auf die Wünsche und Bedürfnisse deiner Mitarbeitenden eingehen kannst? Wir haben aktuelle Blog-Artikel für dich!
Beitragsbild: DimaBerlin – stock.adobe.com
Titelbild: stokkete Singh – stock.adobe.com
Jasmin Klepsch ist Content-Strategin bei :pxtra und verleiht Themen rund um moderne Arbeitswelten eine starke Stimme. Mit einem Gespür für relevante Trends, narrativen Feinschliff und menschliche Perspektiven entwickelt sie Inhalte, die sowohl HR-Expert:innen als auch Mitarbeitende begeistern. Ihr Schwerpunkt: Benefits, Arbeitszeitmodelle und die Zukunft der Unternehmenskultur.
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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI-Technologie erstellt, von unserer Redaktion geprüft und redaktionell überarbeitet.
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Jasmin Klepsch